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 Ulrich R. Sieber
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URBEXERS AGAINST VANDALISM

Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bildeten einen der grössten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von ca. 200 ha.

Das zu den Heilstätten gehörende Heizkraftwerk wurde schon 1903 mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und ist heute ein technisches Denkmal. Führungen durch das Heizkraftwerk veranstaltet der Förderverein Heizkraftwerk Beelitz-Heilstätten e.V.


Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitzer Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Frontsoldaten.


Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände von der Roten Armee 1945 übernommen. Die Beelitzer Heilstätten dienten bis 1994 als das grösste Militärhospital der sowjetischen Armee ausserhalb der Sowjetunion.


Als Folge der Insolvenz der Eigentümergesellschaft im Jahr 2001 ist die weitere Neunutzung des übrigen Geländes inzwischen ins Stocken geraten. Auch die Sanierung der Denkmalsubstanz wurde leider weitgehend eingestellt.


Ein großer Teil der sehenswerten Anlage verfällt inzwischen immer mehr und ist vom Vandalismus sehr stark beschädigt.


Die Mischung aus ungewöhnlicher Architektur und Verfall macht die Heilstätten zu einem beliebten Motiv für Filmproduktionen. Neben zahlreichen Fernseh- und Studentenfilmen wurden auch Teile von Polańskis Der Pianist, Wolfgang Beckers Krankes Haus, Operation Walküre mit Tom Cruise und viele andere Spielfilme in den ehemaligen Beelitzer Heilstätten gedreht.

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